Geschriebene Dialekte

Schon neulich schrieb ich einen Satz, gefüllt mit meiner Meinung über Menschen, die Sätze auf Plattformen wie Facebook und Twitter verfassen um ein Fünkchen Aufmerksamkeit ihrer Freunde zu erhaschen. Dies im Einzelfall und darauf beschränkt wäre akzeptabel und bräuchte keinen weiteren Satz, doch meist kommt zu diesem Missstand eine kleine Eigenschaft hinzu, welche das symbolische Fass zum Überlaufen bringt.

„boa ey, wa dat langweilig“

Der, nennen wir es einmal Dialekt, einer uns allen bekannten Altersgruppe, welcher mit vielen, sagen wir „Vereinfachungen“, den Jugendlichen das Kommunizieren unter einander einfacher zu gestalten versucht, ist für manch einen schaurig genug. Ich persönlich finde dies noch verträglich, schließlich wird vielen Dialekten eine Daseinsberechtigung erteilt, warum nicht auch diesem?. Doch möchte ich insgesamt, Dialekte nur akustisch vernehmen müssen, einen solchen schriftlich sehen zu müssen, wird meiner Person ein so großer Graus, dass ich einen ganzen Text nur diesem Thema widme.

Umgangssprache

Denn Dialekte sollten meiner Meinung für den Sprachgebrauch, auch Umgangssprache genannt, legitim sein, im Schriftgebrauch aber nichts zu suchen haben. Leider glaube ich aber bin ich mit dieser Meinung fast einsam, da ich immer wieder auf den oben genannten Plattformen solche Sätze mit Verzicht auf Grammatik und Rechtschreibung erblicken muss. Etwas seltsam ist hierbei, das es auf Facebook häufiger geschieht als bei Twitter. Da sag noch einer Twitter sei für Dumme.

Nicht persönlich nehmen

Zum Schluss möchte ich noch eines anhängen: Dies ist meine Meinung, niemand muss sich angesprochen fühlen, schön wäre es wenn die Betroffenen es trotzdem tun. Beleidigen möchte ich niemanden, was ich meinem Empfinden nach auch nicht getan habe. Gibt es denn noch Mitmenschen mit ähnlicher Meinung?

Messenger…

Ich hätte nicht gedacht, dass es so schnell passiert, aber es ist passiert, doch wird es wohl leider keine große Wirkung haben, nicht die Wirkung, die Hoffnung bringen können, denn zu viele nutzen die direkte Software. Wo von die Rede ist? Na von ICQ, denn dieses hat anscheinend einen weiteren Schritt Richtung ewiges Fegefeuers des WEB 2.0 beschritten, doch war dieser Schritt meiner Meinung nach, nicht wirklich groß und wird den Dienst (leider) nicht umbringen.

Ohne Moos nix los

Ungefähr das müssen die ICQ Betreiber zur Firma dem Multimessenger Nimbuzz gesagt haben. Denn wie BasicThinking berichtet, soll diese für die Verbindung zu ICQ fortan zahlen. Nimbuzz zieht die Konsequenz und schmeißt ICQ raus, So viel dazu. Jedoch bin ich eigentlich nicht derjenige der über irgendeinen Quatsch zwischen zwei Firmen berichtet oder irgendwelche News berichtet, wer genau ich bin weiß ich gar nicht, auf jeden Fall nicht solch einer. Doch darüber soll es in diesem Beitrag nicht gehen, auch über das Ausscheiden von ICQ in Nimbuzz nicht, vielmehr über ICQ insgesamt.

Wieso nutzen den überhaupt welche?

Im ersten Absatz schrieb ich bereits das ICQ einen bösen Schritt tat, doch dieser wohl der Todesstoß war, denn so viel ich weiß nutzen immer noch viele diesen grottenschlechten ICQ Client. Ich persönlich mochte ihn nie, zu viel Bling Bling und nervige Geräusche. Ich habe noch nie verstanden, was Menschen an so etwas finden, ich selbst nutzte als ich zu hause noch Internet besaß und ICQ benutze Pidgin, der für mich beste Multimessenger überhaupt. Zwar gibt es keine direkte Skype Unterstützung, doch gibt es eine Verbindung mit Skype über ein PlugIn. Reichte mir immer aus.

Multimessenger – die Zukunft?

Irgendwann hab ich aufgegeben Menschen von besserer Software bekehren zu wollen, sie glauben es ja doch nicht. Außerdem besitzt jeder Gewohnheiten, manch einer braucht für die eben schlechte Software, jedem das seine. Doch ob Multimessenger jemals den großen Mainstream Durchbruch haben werden? Was glaubt ihr?

Nimm was du willst, aber zensier mich!

Es ist zwar eigentlich breitgetreten genug und langsam nicht mehr zeitgemäß, doch möchte auch ich meinen Senf dazu abgeben: Google Street View (ab jetzt immer nur GSV genannt).  Die Idee hinter diesem Dienst sollte allen bekannt sein, ebenso wie die Kritik. Meine Meinung zu diesem Thema ist wahrscheinlich die zu meinem Beruf passende: ich bin ein Befürworter des Dienstes, es ist doch eigentlich eine klasse Idee, ganze Städte abzulichten und online sichtbar zu machen. Einsatzgebiete gibt nicht zu wenig: Alte Wohnorte beschauen, den nächsten Urlaubsort online betrachten oder einfach mal das andere Ende der Welt anstarren. Ich finde diesen Dienst folglich nicht sonderlich schlecht und finde dementsprechend die Kritik aus deutschem Lande wenig nachvollziehbar. Diese Meinung verstärkt sich sobald eine Ironie im Streit um den Google‘schen Dienst betrachtet wird.

Das sehen doch nur meine Freunde

Seit Jahren nutzen viele Menschen Social Networks. Auch Deutsche. Was sie dabei alles in die Welt schreiben ist allgemein bekannt. Die Partyfotos des letzten Wochenendes (welch kitschiges Beispiel) oder… Ach ich hab keine Lust weitere Beispiele zu nennen, da sie eigentlich jeder kennt. Sie wurden immer wieder genannt, zitiert und umgedichtet. Dass es diese Beispiele gibt ist nicht schlimm, dass es Menschen gibt die der Grund für diese Beispiele sind, ist auch nicht schlimm, das diese Leute nicht wissen das es mehr als nur die Freunde sehen können, das ist schlimm. Das diese Leute denken durch einen Widerspruch bei GSV ihre Privatsphäre zu schützen ist noch viel schlimmer.

Nimm was du brauchst

Vor einiger Zeit schrieb ich einen kleinen Artikel zum Thema Datenschutz, spezifiziert hatte ich mich damals auf Facebook. Damals wie heute bin ich der Meinung das Netzwerke zwar aufpassen müssen das ihnen keine Daten geklaut werden, die Nutzer aber selber ihre Daten schützen müssen. Dazu muss natürlich eine gewisse Aufklärung seitens der Betreiber kommen und von den Nutzern freudig angenommen werden. Denn zurzeit stimmen diese freudig den Datenkraken zu, wenn diese sie nach  Berechtigungen für verschiedene Datensätze bitten. Das es solche Leute gibt ist schlimm. Das diese Leute denken durch einen Widerspruch bei GSV ihre Privatsphäre zu schützen ist noch viel schlimmer.

Schließlich…

Es steckt folglich eine Ironie in der ganzen Geschichte. Doch diese lässt sich noch ein wenig verfeinern. Sich vor seinem Haus fotografieren lassen und sich namentlich nennen lassen in einem Artikel über GSV Widersprüche – ach Leute schaltet euren Verstand ein!

The closed web – Willkommen im geschlossenen Internet

2015/Bonn Herr Meyer schließt das Browserfenster mit einem Seufzer. Immer noch gibt es keine neuen Startups, bzw. immer noch keine, die er finden kann. Sein Provider lässt es nicht zu, dafür hätten sie bezahlen müssen. Doch welches Startup kann das schon, das dürftig vorhandene Startkapital muss in die Technik des Angebots gesteckt werden.

Seit nun schon fast fünf Jahren geht das so. Dabei hatten die internetaffinen Bürger des deutschen Staates Anfang 2010 noch Hoffnung. Hoffnung auf ein weiteres Internet in seiner natürlichen Form. Einer Form ohne Zensur. Einer Form, die den Gedanken des freien Internets inne hielt und ihn auf immer bewahrte. Sie gäbe es wohl, gäbe es da nicht die Gier. Die Gier nach Geld und nach Macht.

Bye bye, Netzsperre

Ende 2009 schaffte die neu gewählte schwarz-gelbe Regierung die vom Vorgänger eingeführte Netzsperre unter den Jubelschreien des Webvolkes ab. Es gab wieder die Hoffnung, vielleicht gäbe es wirklich Politiker mit Verstand für das Netz. Denn sie schafften es mit der Entdeckung besserer Möglichkeiten im Kampf gegen die Kinderpornografie ab. Vorläufig schien es, als wäre die Gefahr der Internetzensur gebannt.

Tschüss, Netzneutralität

Doch wenige Wochen später kam ein großer Provider auf die Idee Geld von Internetportalen zu fordern. Je nach Besucherzahlen sollten sie für die bereitgestellte Übertragung der Angebote löhnen. Diese Forderung begründete der Provider, durch die entstehenden Kosten der Übertragung von großen Datensätzen wie z.B. Video– oder Musikstreams.

Sollten sie nicht der Forderung nachkommen, würden Sanktionen in Form von Geschwindigkeitsdrosselung bei den entsprechenden Diensten folgen. Die Gleichbehandlung gegenüber einem jeden Internetdienst, auch Netzneutralität genannt, schien gefährdet.

Verschiedene andere Provider schlossen sich der Idee an und arbeiteten an diesem Projekt zusammen.

Grüß Gott, Netzsperre 2.0

Das Filtern der Dienste bewerkstelligten die Provider mit einer längst erfundenen Technik, welche die übertragenen Daten untersuchte und je nach Angebot die Daten über verschieden schnelle Leitungen sendete. Dadurch wurden Dienste mit bisher hoben Besucherzahlen quasi zum Zahlen gezwungen, würden sie es nicht tun, würden die Kunden, durch den nun langsamen Seitenaufbau bei der Benutzung des Dienstes gestört, zum zahlenden Konkurrenten wechseln.

Später kamen die Provider auf eine weitere Idee. Sie nahmen allen nichtzahlenden Diensten, egal wie stark sie benutzt wurden, die Geschwindigkeit weg, bis sie nicht mehr erreichbar waren. Sollte ein Browser versuchen sie aufzurufen, brach er dies nach einer Weile ab und gab die Meldung aus, der Server brauchte zu lange für die Antwort. Durch diesen Vorgang konnten sie einen Vorwurf der Zensur von sich weisen.

Durch die dadurch entstandene Macht wurden die Provider übermütig. Sie drosselten willkürlich. Mal hier, mal da, nahmen sie die Geschwindigkeit weg, nur um ihre Wichtigkeit und Macht unter Beweis zu stellen. Und wenn ihnen eine Seite nicht gefiel, packten sie sie auf die Liste der gedrosselten Seiten.

Die Provider konnten nun nach Lust und Laune zensieren.

Macht das unter euch aus

Längst hätte die Politik eingreifen müssen, auf das Grundgesetz und das Zensurverbot hinweisen müssen. Doch sie taten es nicht. Sie sahen weg, winkten ab und sagten nur, die Portale und Provider müssen das unter sich ausmachen, die schaffen das schon. Sie schafften es auch, zumindest teilweise. Denn die Provider bekamen ihren Willen. Sie lebten ihre Macht über das Internet in vollen Zügen aus.

Politik und Gesellschaft

Am letzten Wochenende ist in Duisburg eine Tragödie geschehen. Was passiert ist, sollte allgemein bekannt sein, ich möchte auch nicht einen verspäteten Mitleidsbrief oder ähnliches schreiben. Nein, ich möchte über etwas anderes nachdenken und dies bezieht sich auf mehr. Ich möchte über manches Geschehen der Politik und dem Denken Gesellschaften berichten. im speziellen der deutschen Politik und der deutschen Gesellschaft.

Mensch, ist das schrecklich

Der Mensch ist, so ist es allseits bekannt, verdammt sensations-bzw. katastrophengeil. Ist so direkt auch nix gegen einzuwenden. Dahinter steckt nun mal eine lobenswerte Wissbegierde. Jedoch ist die Reaktion auf diese Ereignisse recht unterschiedlich und seltsamerweise ortsspezifisch. Aus irgendeinem Grund ist es für den Deutschen schlimm wenn er von einem Amoklauf im fernen Amerika hört, sobald aber einer im Lande geschieht, geht für ihn fast die Welt unter. Gut, das ist wahrscheinlich nix neues, jedoch möchte ich mir auch nicht anmaßen Neuigkeiten zu berichten Übrigens gibt es zu diesem, ein zweites, noch seltsameres, Merkmal:

Promis sind immer wichtiger als andere.

Obwohl in unserem Grundgesetz eine Klausel über Gleichbehandlung aller besteht, hält sich kein Mensch daran. Denn ganz Deutschland heult um den Tod eines Menschen, welcher im öffentlichen Leben wirkte, obwohl es den verstorbenen aber nie kannte.  Sollte nun aber Oma Liese von Fritz sterben, der natürlich um diese trauert, ist dieses Ereignis für seinen Freund Hans nix besonders. Dieser begründet es mit dem schlichten Satz: „Ich kannte sie zwar, aber nicht so richtig.“

Katastrophe beseitigen wir mit Gesetzten

Ohne besondere Überleitung , kommt nun ein neuer Gedanke ins Spiel: Nach ziemlich jedem negativen Ereignis in Deutschland setzen sich die Damen und Herren in Berlin zusammen und überlegen mit welchem Gesetz sie das Problem vorerst aus der Welt schaffen können, Ob dieses Gesetz auch nur jegliche Logik besitzt oder vielleicht sogar größere Probleme nach sich zieht – egal, merkt doch eh kein Deutscher. Und falls doch:

Wir brauchen  ‘nen Skandal

Sobald auch nur ein kleiner Teil der Menge aufwacht und merkt: „Hey, hier läuft was falsch“, berichtet die Lieblings Zeitung der Nation über etwas Schreckliches. Ob Frau Merkel im Bundestag popelt oder Herr Westerwelle vor Jahren mal kein Englisch konnte, Hauptsache keiner denkt an die richtige Politik. Notfalls haben wir noch das Fernsehen, da gibt’s ausreichend zum Dramatisieren.

Schlusssätze

Das ist natürlich nur ein kleiner Anschnitt an viele seltsame Verhaltensweisen in Politik und Gesellschaft. Jedoch ist in einem Blogartikel schnell der Zeitpunkt erreicht, an dem es nicht mehr ein Blogartikel, sondern mehrere sind. Vielleicht gehe ich auf das ein oder andere in diesem Artikel noch einmal genauer ein. Wir werden sehen.

Zapfsäulen…

Da mein Bus sich um etwa zehn Minuten verspätete, stand ich etwa zwanzig Minuten an einer Bushaltestelle, welche an eine kleine Dorftankstelle grenzte. Durch diesen Umstand bekam ich die Gelegenheit mir ein reges Treiben auf dem Platz dieses Gebäudes anzuschauen und den wundervollen Geruch, welcher einzig an einer solchen Stelle zu finden ist, einzuatmen. Welch Erlebnis ich hierbei machte, möchte ich euch nun, meine werten Leser, erzählen:.

Welch langer Schlauch!

Eine Dame fuhr mit ihrem Kleinwagen an die freie Zapfsäule, stieg aus, nahm den Zapfhahn und bemerkte etwas Unglückliches. Vielleicht kannte sie ihr Auto noch nicht so gut, vielleicht vergaß sie es einfach wie ihr Auto aussah, oder vielleicht war es ihr egal und sie nahm es in Kauf. Wie dem auch sei, die Frau nahm den Zapfhahn und verwendete den komplett verfügbaren Schlauch und ging damit einmal um den hinteren Teil des Autos rum um nun an das „Tankloch“zu gelangen. Was war passiert? Manch einer wird es längst erkannt haben, der Zapfhahn befand sich auf der rechten Seite des Autos, das zu benutzende Loch jedoch auf der linken.

Es wäre doch so einfach

Wäre es nicht beim Erblicken des Missgeschicks, das einzig sinnvolle gewesen, den Zapfhahn zurück an die Zapfsäule zu stecken, sich wieder ins Auto zu setzen und den Pkw kurz umzupacken? Ich persönlich hätte dies logischer und zudem auch sicherer gefunden, als das was ich zu sehen bekam. Die oben genannte Dame stand nun an ihrem Auto und versuchte mit aller Kraft den Schlauch so zu halten das er bis zum Loch reichte. Es war ein recht seltsamer Anblick!

Schlusswort

Was haltet ihr von dieser Aktion? Würdet ihr ähnlich wie ich einfach um parken oder es der Dame gleich tun?

« Navigation: »